Durst

Last des Lebens oder ein erquickendes Erleben?

Die Sonne brennt, wir wandern schon ein längeres Stück des Weges. Da kommt Durst auf, ich bin enorm durstig. Wie gut, dass ich für den Weg auch ausreichend zum Trinken dabei habe. Denn der Weg ist noch weit.

 

Nun sind wir ja keine Kamele, die sich reichlich Wasserproviant antrinken können für weite Strecken durch eine Wüste. Trotz der Notwendigkeit des Durst Stillens müssen wir die Flüssig-keitszufuhr gut portionieren - und oft wurde uns als Kind doch gesagt: „Trink nicht so hastig und nicht so viel auf einmal!“

 

Und nach einer schwierig auszuhaltenden Konfliktsituation, die für manchen Menschen schier unlösbar erscheint, entwickelt sich schon mal ein anderer Durst: der Drang, Alkohol als „Spülmittel“ einzusetzen - ein Durst, der auf keinen Fall dauerhaft zu stillen ist und schon gar keine Konflikte lösen wird.

 

Durst gehört zu unserem kostbaren, von Gott geschenkten Leben, wie das Essen und das Atmen, der Schlaf und so vieles andere.

Foto:  Bodo Walther
Foto: Bodo Walther

Die Durststillung mit nachhaltiger innerer Werteorientierung,  die uns befähigen kann und will, das Leben mit seinen Höhen  und Tiefen als Gottes Geschenk anzunehmen, will die Bibel  stets aufs neue aufzeigen. Für alle Tage, für jedes Jahr.

Das belebt und befähigt uns zugleich, auch für andere Menschen da zu sein, sie auf gute Lebensquellen aufmerksam zu  machen. Und das gibt’s auch noch umsonst.

 

Die Jahreslosung für das Jahr 2018 will uns das hinweisende Leitwort sein - auf die Quelle des Lebens, der Durststillung:

"Gott spricht:  

Ich will dem Durstigen geben

von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst"   

Offenbarung 21, 6

 

Graphik:  Erwin E. Friese
Graphik: Erwin E. Friese

Hier geht es nicht um eine zum Besäufnis einladende Durststillung, sondern um wohl portionierte Aufnahme des in Worte gefassten Wassers des Lebens. Wir dürfen von dieser Quelle nehmen, und das auch kostenlos. Schöpfen müssen wir allerdings schon selbst.

 

Wenn wir von dieser Quelle nehmen wollen, gilt es, sich nur dafür zu bewegen: Gottes Wort lesen, die helfende Gemeinschaft suchen, anderen Menschen von dieser Quelle des Lebens weitersagen, von ihr gestärkt sich für andere helfend einsetzen. Dazu möge uns Gott in Jesus Christus stets neu befähigen.

 

Ich wünsche jeder und jedem auf allen Wegen durch das Jahr 2018, dass wir von dieser Quelle des Lebens täglich gestärkt und zielorientiert unserer Lebenszukunft entgegen gehen können, weil wir uns dessen gewiss sein dürfen, dass Gott unser segnender Begleiter ist.

 

Bodo Walther, Diakon